Der Weg zum Canyon Fitnessbike

Aus einem Gedankengang wurde Realität. Naja, zumindest so ähnlich. Aber von Anfang an:

Da ich auf Dauer keine Lust hatte, meine flachen Runden auf dem Mountainbike abzuspulen, dachte ich an eine neue Radgattung, die für diesen Einsatzzweck besser geeignet ist. Zunächst dachte ich an ein Trekkingbike. Ebenso hatte ich ein Rennrad im Kopf, da ich dachte für die Trasse und an der Ruhr ist das doch eigentlich ideal. Ein Rennrad fand ich schon immer „interessant“. Also machte ich einen Beratungstermin bei einem Geschäft und Versandhändler, der in dem Bereich gerne auch mal empfohlen wird. Es gibt übrigens auch eine Blume, die so heißt. Schon bei der Probefahrt merkte ich, dass der Lenker vermutlich nichts für mich ist. Ich würde nicht sagen es war nur ungewohnt, nein, es war unangenehm. Der Vortrieb allerdings war grandios und hatte mich direkt fasziniert.

Schon auf dem Rückweg kamen mir wieder diese Fitnessbikes in den Kopf, solche Rennräder mit geradem Lenker. Zuhause habe ich dann etwas recherchiert und mir diverse Modelle angesehen. So habe ich auch alle gängigen Händlerseiten abgeklappert und auch bei den großen Versandhändlern nachgesehen. Scheinbar sind diese Räder gar nicht mehr so gefragt, denn die Auswahl ist nicht die Beste. Dabei finde ich das Konzept mit schnellem Antrieb, gepaart mit „normalem“ Lenker und bewährten, hydraulischen Scheibenbremsen sehr interessant.

Auf der Website von Canyon bin ich dann über die „Sparbuch“-Aktion gestolpert. Jaja, das Geld ist gut angelegt… Dort gab es auch einige der Roadlite-Modelle, also das Fitnessbike von Canyon, zu reduzierten Preisen. Unter anderem war da auch das Roadlite AL 5.0 (Modell 2016) reduziert. Rein optisch hat es mir in dem matten Blau mit dem knalligen Orange schon ganz gut gefallen und nen 100er war es auch reduziert… Hat allerdings als Ausstattung „nur“ eine Tiagra-Gruppe. Viele sagen man sollte lieber zur 105er-Gruppe greifen. Andere wiederum sagen, dass die Tiagra-Gruppe schon recht brauchbar ist und oftmals zu unrecht nicht beachtet wird. Vom Niveau her soll diese Gruppe in etwa der Deore-Gruppe im Mountainbike Bereich entsprechen, und mit dieser war ich an meinem alten Hardtail doch sehr zufrieden. Hier dann auch wieder der Gedanke an den Einsatzzweck: Primär für meine gesundheitlichen flachen Runden und wenn ich wieder fit bin als Alternative zum MTB. Nie soll das Bike aber mein MTB ersetzen. Ich denke für den Versuch sollte dann die Gruppe reichen.

Also war ich erstmal bei dem Bike hängen geblieben. Mal nach der Verfügbarkeit gesehen und hui, das ist ja auf Lager! Da es aber ein Auslaufmodell ist, wollte ich mal nachsehen, ob denn das neue 2017er Modell großartig besser ist, so dass die 100,- Euro Rabatt gerechtfertigt wären. Als ich die Seite vom 2017er Modell öffnete war ich erstaunt. An dem Modell ist nur noch eine Sora-Gruppe, also eine Stufe unterhalb der Tiagra, verbaut. Der Normalpreis ist aber geblieben. Wählt man das 2017er Modell mit der Tiagra-Gruppe, muss man schon direkt 200 Euro mehr zahlen. Man bekommt dafür allerdings auch eine bessere Gabel und andere Laufräder, muss man fairerweise sagen.

Ich kam nicht mehr weg von dem Bike und beschäftigte mich schon damit, wie ich das meiner Frau beibringen kann. Im Endeffekt fand ich das Angebot für mich zu interessant und schlug zu, der Rest wird sich schon irgendwie klären 🙂

So bin ich nun Besitzer eines Canyon Roadlite AL 5.0 Fitnessbike aus dem Jahr 2016 in blau / orange. Wie schon erwähnt, dass Bike hat eine komplette Shimano Tiagra Schaltgruppe und hydraulische Shimano Scheibenbremsen mit 160mm Scheiben. Dazu kommt ein Mavic CrossOne Disc Laufradsatz, welcher vermutlich etwas schwerer als reine Rennradlaufräder ist, aber vermutlich auch etwas stabiler. Auf den Felgen befinden sich Continental Grandprix Reifen in 28mm Breite. Ich finde es klingt soweit alles gut, jedoch hatte ich einige Bedenken. So fahre ich auf dem MTB vorne ein 36er als großes Kettenblatt. Das Canyon hat als großes Kettenblatt ein 50er, wie es bei einer Kompaktkurbel eben normal ist. Aber ist diese Schallplatte nicht zu heavy, immerhin fahre ich das 36er auf dem MTB eigentlich so gut wie gar nicht aus. Ebenso meine Bedenken an den kleinsten Gang. Beim MTB kann ich bis auf 22/36 runter. Damit komme ich jeden Berg hoch, aber das Roadlite hat als kleinsten Gang eine 34/34 Übersetzung, also 1:1. Reicht das auch? Ein Fahren von 1:1 auf dem MTB kann ich mir nur schwer vorstellen an manchen Anstiegen. Naja, man wird es sehen 🙂

Über Größenwahl, Lieferung, Aufbau, erstes Fazit etc. werde ich demnächst in einem extra Blogbeitrag schreiben, das wäre hier zu umfangreich.

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6 Gedanken zu „Der Weg zum Canyon Fitnessbike“

    1. Navi natürlich mein Edge 1000, der sich mittlerweile bewährt hat. Dazu das Garmin-Kartenmaterial, dass ich allerdings optisch etwas angepasst habe, damit ich die Wege im Wald besser erkennen kann.
      Halterung die normale Garmin Aero, damit der Edge vor dem Vorbau steht.

        1. Ich habe mir die Karte generell etwas kontrastreicher gemacht, da ich am Tag immer ohne Hintergrundbeleuchtung fahre, sieht man alles besser. Ich fand bei der normalen Garmin-Karte die Wälder zu dunkel, ein Weg durch den Wald war schwer zu erkennen.
          Die Idee und eine Anleitung hatte ich aus dem offiziellen Garmin-Forum:
          https://forum.garmin.de/showthread.php?67400-Garmin-Cycle-Map-hellere-W%E4lder&highlight=karte+edge+1000
          Nach dieser Anleitung habe ich in der TYP-Datei einiges geändert, jetzt ist es für mich perfekt. Seit ich die Garmin-Karte nutze, hatte ich absolut keine Probleme mehr. Kann auch Zufall sein, aber der EDGE läuft stabil.

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