Zwift – Willkommen in der virtuellen Welt

Zwift – für viele ein Begriff und bestimmt hat jeder in seiner Strava Followerliste jemanden, der ab und an eine Fahrt von Zwift postet. Wenn nicht: Zwift ist ein Programm für den PC / Mac oder iOS. Man fährt mit diesem Programm auf einem Rollentrainer in einer virtuellen Welt und der Computer / das Smartphone übernimmt die Steuerung des Trainers. So wird automatisch bei Steigungen auf dem Bildschirm der Widerstand erhöht, etc. Alle Menschen fahren zusammen in dieser Welt, so kann man auch mit Freunden zusammen fahren, oder an öffentlichen Rennen teilnehmen. Alles virtuell während man auf dem Rollentrainer vor dem PC sitzt. Willkommen im Jahr 2017. In diesem Beitrag möchte ich euch von meinen ersten Erfahrungen von dem Ausflug in diese virtuelle Welt berichten.

Wie ich zu einem Rollentrainer gekommen bin und ob der was kann erläutere ich in einem extra Beitrag, wenn ich noch paar Kilometer gefahren bin, aber seit einer Woche bin ich nun Besitzer eines Elite Qubo Digital Smart B+ Rollentrainers. Mit 299,- Euro Straßenpreis der wohl günstigste interaktive Rollentrainer auf dem Markt. Ein unterstütztes MacBook habe ich ebenso, also konnte ich schonmal die Software downloaden. Die Software selbst ist kostenlos, jedoch muss man monatlich für die Nutzung von Zwift zahlen. Ich glaube 10,- Euro pro Monat. Man hat allerdings erst sieben Tage zum testen, die heute bei mir abgelaufen sind. Allerdings lag meinem Trainer ein Voucher bei, mit dem ich nochmal einen Monat kostenlos bekomme. Werde ich machen, sobald ich noch weitere ähnliche Simulatoren ausprobiert habe.

Also kanns ja los gehen! Neee, so einfach doch nicht… Irgendwie muss der Trainer ja mit der Software kommunizieren. Der Trainer unterstützt hier Bluetooth 4.0 und ANT+. Beides kann mein MacBook nicht. Es gäbe die Möglichkeit, auf einem Android Gerät die Companion-App zu installieren, die Quasi als Bluetooth-Hub fungiert, also die Verbindung mit dem Trainer aufbaut und über das Internet an das MacBook sendet. Man ist ja schließlich auf beiden Geräten mit dem selben User eingeloggt. Dies wollte ich jedoch nicht, denn mein Pulsgurt und auch der Trittfrequenzsensor von Garmin unterstützen nur ANT+. Also habe ich mir bei Amazon einen ANT+ Dongle gekauft. Ich wollte kein Noname und nach studieren einige Bewertungen hab ich mich für den Suunto Movestick Mini für 22,- Euro entschieden. Dazu ein 2m Verlängerungskabel (USB), damit ich den Empfänger in der Nähe des Trainers platzieren kann. Gut, also jetzt kanns los gehen? Nein. Die Software braucht natürlich Internet… In der Garage war das nicht vorhanden. Also einen Repeater sinnvoll platziert und schon war auch diese Hürde genommen.

Software wurde gestartet, ich wurde eingeloggt und schon ging das pairen los… Alles wurde gefunden, meistens sogar zwei- oder dreimal, und ich konnte den Trainer auswählen.

Im ersten Bild sieht man meinen Fehler… Ich habe jeweils bei Wattmesser und steuerbarer Trainer den „Elite RealTrainer 62135“ ausgewählt. Das ist allerdings nur der „Oberbegriff“ des Trainers. Korrekt wäre gewesen bei Wattmesser stattdessen den Elite Wattmesser 62135 und wie er auch im zweiten Bild noch zu sehen ist, den FE-C 62135 als steuerbaren Trainer auszuwählen. So konnte ich zwar fahren, jedoch kamen keine richtigen Werte an und auch der Widerstand blieb konstant niedrig. Bei der zweiten Testfahrt war es dann besser…

Und ab jetzt begann der Spaß. Ich stand mit meinem Avatar am Straßenrand und konnte losfahren. Der Avatar kann angepasst werden. Man kann sich Trikots, Rahmen, Felgen, Ausrüstung erfahren oder durch Eingabe von Codes erhalten. Des Weiteren bekommt man z.B. ein Strava-Trikot, wenn man sein Zwift-Konto mit seinem Strava-Konto verknüpft. Da ich einen Elite-Trainer habe, gab es ein Elite-Trikot geschenkt. Mittlerweile hab ich mir auch noch Carbon-Felgen, bunte Socken und weitere Trikots erfahren.

Ich bin bisher nur in der virtuellen Welt „Watopia“ gefahren. Hier gibt es noch zwei weitere Welten, welche es auch in der Realität gibt. In Watopia gibt es diverse Sprintwertungen, Bergwertungen und gefühlt 10000 Strava-Segmente. Man fährt und fährt und fährt… Dabei überwindet man Berge, überholt andere, lässt sich überholen oder fährt mit anderen zusammen um den Windschatten auszunutzen. Denn das wirkt sich auf den Widerstand des Trainers aus.

Während des Fahrens gibts einiges an Interaktionen, die man ausführen kann. Hier hilft auch wieder die Companion-App auf dem Android-Smartphone.

Ich habe das Training unterschätzt… Ich habe zum Schluss noch die Mountain-Route gewählt, welche mit über 600 Höhenmeter auf 30km ganz schön in die Beine geht… Die Simulation ist hier wirklich gut, es fühlte sich insgesamt auch ähnlich an. Es ist etwas anderes auf dem Rollentrainer, aber es macht Spaß. Ist man genug gefahren, so stoppt man und kann die Aktivität beenden. Hat man sein Zwift-Konto vorher mit Strava gekoppelt kann man noch einen Namen vergeben und die Aktivität wird automatisch als „Virtuelle Radfahrt“ auf Strava hochgeladen. Erstaunlich sind hier die Flybys 😉 Man kann Zwift übrigens nicht nur mit Strava verbinden, auch „Trainingpeaks“, „Withings“, „MapMyRide/Run“ und „today’s plan“ werden unterstützt.

Ich bin jetzt insgesamt 80km gefahren und es werden sicherlich noch mehr. Ich denke mit Freunden zusammen macht es noch mal ne Ecke mehr Spaß.

Bei mir ist während der letzten Aktivität die kostenlose Testphase von 7 Tagen abgelaufen, hier ist Zwift so großzügig und lässt noch ca. 15km weiterfahren. Die letzten Kilometer werden dann immer angezeigt. Witzig, hier gibts ein Bug in der Anzeige wenn es nur noch weniger als 1km sind.

Tolle Sache und die Funktion ist mit meinen Komponenten gegeben. Sicherlich eine gute Investition für den Winter. Übrigens ist Zwift auch monatlich kündbar, weshalb man somit das Programm auch beispielsweise nur im Winter „buchen“ kann.

Als nächstes werde ich mir mal den Bkool IndoorCycling Simulator ansehen. Ein etwas anderes Prinzip, finde ich aber auf den ersten Blick auch sehr interessant.

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