Fahrradweg vs. Fußgängerweg vs. Inlineskaterweg

Gestern war ich etwas on Tour… Es ging eine kleine Runde zu fahren, eigentlich wollte ich nur bis zum Kemnader See fahren und dort die Ruhrseite zu wechseln. Spontan entschied ich mich aber für die Runde um den Kemnader See… Ein Erlebnis!

Los ging es zweispurig. Ein ca. zwei Meter breiter Weg für Fahrräder verläuft parallel zu einem mindestens doppelt so breiten (neu asphaltierten) Weg, der für Fußgänger und Inlineskater freigegeben war. Als Fahrradfahrer habe ICH natürlich den Radweg gewählt. Es dauerte keine 2 Minuten, da sah ich den ersten Rennradfahrer an mir vorbeiziehen… Mit gefühlten 35-40 km/h. Und wo? Auf dem Fußgängerweg! Hallo? Es gibt extra einen Radweg, aber manche denken wohl, sie müssen den Fußweg nutzen, da dieser vom Belag her besser ist. Dann fahrt doch direkt auf der Straße und gefährdet mit so einem Tempo keine Fußgänger.

Schon nach kurzer Zeit die nächsten Rennradfahrer. Zwei Stück nebeneinander – wieder auf dem Fußgängerweg. Aber diesmal waren die Radfahren im Trikot „Modell Presswurst“ nebeneinander, dafür langsam unterwegs. So langsam, dass ich mit dem Mountainbike schneller war… Dann kauft euch doch lieber ein Trekkingrad, dann stört euch vielleicht der Radweg auch nicht. Zumal dieser absolut nicht schlecht und auch mit jedem Rennrad befahrbar ist.

Danach ging es dreispurig weiter… Bemerkenswert, dass die Inlineskater dass alles sehr gut hinbekommen. Danach wurde es wieder zweispurig. Ein breiter Weg für Fahrrad- und Inlinefahrer, so weit so gut. Der Weg führte so über eine Brücke… Die für Fußgänger war etwas weiter hinten, also was geschah? Die Menschheit ist zu faul, es wird natürlich der kürzere Weg gewählt, obwohl dieser explizit nur für Fahrrad / Inlineskater freigegeben ist. So hält man natürlich den ganzen Verkehr auf, aber wen Interessiert das schon?

Weiter ging es dann nach der Runde auf einem Stück an der Ruhrwiese. Hier gibt es zwei gleichbreite Wege – einen fürs Fahrrad und einen für Fußgänger. Sollte eigentlich alles klar sein. Oder auch nicht? Ich habe festgestellt, dass der Radweg scheinbar gerne von Hundebesitzern gewählt wird, damit diese die normalen Fußgänger oder andere Hundebesitzer auf dem Fußweg nicht stören. Und diese machen auch noch einen angepissten Eindruck, wenn man mit seinem Fahrrad auf seinem Radweg an denen vorbei will. FAIL! So hat man ständig irgendwas oder irgendjemand vor sich und kann nicht mal gleichmäßig radeln.

Noch ein Stück weiter war der Fußgängerweg auf Natursteinpflaster, also ziemlich holprig. Hier benutze eine ältere Dame mit ihrem Rollator den besseren Radweg – Da habe ich auch absolutes Verständnis für. Ausserdem versuchte auch gerade diese Dame sofort platz zu machen, als ein Fahrrad kam. Es geht soch auch!

Leider leben wir scheinbar heutzutage in der Generation Faul und Generation Egoismus, in der jeder macht was er will. Dabei könnte doch alles so entspannt sein, wenn jeder sich etwas an die Regeln halten würde. Vielleicht sollte sich die Polizei mal hinstellen und Knöllchen verteilen. Ich glaube das wäre das einzige, was so manche abschrecken würde.

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