Radweg EN2

Der EN2 ist ein ca. 30km langer Rundweg im Ennepe-Ruhr-Kreis, welcher im Vergleich zu den anderen EN-Radwegen mit rund 300 Höhenmetern recht flach ist. Bis auf ein kurzes Stück ist der Weg durchgehend asphaltiert und die Beschilderung ist meistens ausreichend.

Einstiegsmöglichkeiten gibt es mehrere, hier ist allerdings ein Parkplatz am Kemnader See oder ein Parkplatz in der nähe der Schwimmbrücke zwischen Hattingen und Bochum-Dahlhausen zu empfehlen. Von letzterem geht auch meine „Beschreibung“ aus, ebenso von der Fahrtrichtung im Uhrzeigersinn. Ein Fahren entgegen des Uhrzeigersinns ist allerdings auch möglich.

Zunächst einmal die Übersicht:

Los geht es also wie angekündigt in der nähe der Schwimmbrücke zwischen Hattingen und Bochum-Dahlhausen. Zunächst führt uns der Weg über die Lewackerstr. den ersten Anstieg hinauf. Lange bleibt man allerdings nicht oben, so geht es recht bald auch schon wieder steil bergab in Richtung dem Erholungsgebiet „Aar“ in Hattingen. Dieses wird durchfahren und im Anschluss die Königsteiner Str. parallel zur Ruhr passiert. Am Ende der Straße wird rechts abgebogen und man fährt einige Kilometer  auf der nördlichen Ruhrseite den Ruhrtalradweg entlang, bis man schließlich am Kemnader See ankommt. Dieser wird am Anfang über eine Brücke überquert.

Blick von der Brücke über den Kemnader See

Nun geht es vorbei am Haus Kemnade in Richtung Blankenstein.

Haus Kemnade

Fährt man wie ich im Uhrzeigersinn, so erwartet einen hier der recht steile Anstieg am Katzenstein. Dies ist auch das steilste und schwerste Stück dieser Radtour. Hat man dies gemeistert, ist das schon die halbe Miete 🙂 Oben geht es dann nochmal Richtung Blankenstein, bevor man links abbiegen muss in Richtung Holthausen. Der Weg dort hin führt über einen asphaltierten Weg durch das Feld, vorbei an einem Reiterhof.

Oben am Katzenstein
Blick über Hattingen-Holthausen

In Holthausen geht es dann über die Landstraße in Richtung Hattingen. Diese ist recht breit, ein Fahren ist hier gut möglich. Diese Landstraße ist auch durchgehend abschüssig. Bevor man allerdings Hattingen erreicht, muss man nochmal durch die Kiefernstraße ein paar Höhenmeter machen. Von dort geht es allerdings wieder bergab in Richtung Hattingen. Ab hier beginnt auch ein nicht so schöner Teil, nämlich durch Hattingen. Es geht zwar vorbei an der Altstadt, welche auch immer einen Besuch wert ist, jedoch führt der Weg auch vorbei an einem Shoppingcenter und oftmals muss man sich seinen Weg frei klingeln, obwohl der Fußgängerstreifen viel breiter ist. Ebenso muss man einige große Straßen passieren und oftmals haben die Rechtsabbieger keinen Blick für Radfahrer (Erfahrungswerte). Die eigentliche Straßenüberkreuzung ist ebenfalls etwas nervig, so muss man sehr oft anhalten und die Rotphasen sind überdurchschnittlich lang. Gefühlt haben alle anderen Verkehrsteilnehmer zweimal grün, bis die Radfahrer / Fußgänger endlich dann doch mal grün bekommen. Das ist aber (hoffentlich) wirklich nur gefühlt so.

Hat man die Innenstadt von Hattingen durchquert, geht es über einen Zick-Zack-Weg runter an die Ruhr und man kommt an den Wasserfällen von Hattingen raus.

Wasserfälle bei Hattingen

Nun geht es wieder über den Ruhrtalradweg in Richtung Isenberg / Isenburg an der Ruhr entlang. Hierbei unterquert man eine Eisenbahnbrücke, bevor man die Ruhrschleife erreicht.

Eisenbahnbrücke über die Ruhr bei Hattingen
An der Ruhr entlang

Am südlichsten Teil der Ruhrschleife führt der Weg an der Straße entlang, da der historische Leinpfad nicht für Fahrräder geeignet ist. Das ist allerdings nur ein kurzes Stück, denn es geht schnell wieder rechts rum an die Ruhr. Diese folgt man nun auch ein paar Kilometer, bis man schon die Schwimmbrücke / Pontonbrücke sieht.

Schwimmbrücke bei Dahlhausen

Über diese Schwimmbrücke müssen wir nun rüber. Diese ist nicht für PKWs zugelassen, so dass genug Platz für Fahrräder und Fußgänger ist. Hier lohnt sich auch mal ein Blick rechts und links von der Brücke.

Blick von der Schwimmbrücke in Richtung Dahlhausen

Nach der Brücke geht es rechts und wir sind schon fast wieder an unserem Ausgangspunkt angekommen. Vorher fahren wir aber nochmal an einer alten Lore  und einem Stollenmundloch aus Bergbauzeiten vorbei.

Stollenmundloch Glücksonne / friedlicher Nachbar

Fazit

Der EN2 ist ein ganz netter Radweg, der mit seinem Höhenprofil und der geringen Länge von 30km für viele Radfahrer geeignet ist. Unschön ist der Teil durch Hattingen und die Abschnitte neben einer Hauptstraße. Dadurch, dass der Weg bis auf ca. 200m durchgehend asphaltiert ist, kann er auch mit so ziemlich jedem Fahrrad absolviert werden.

Der Weg bei GPSies mit Downloadmöglichkeit