Neueste Anschaffung: Garmin Edge 810 Bundle

Bisher hatte ich meine Touren immer mit einem Smartphone (oder auch zwei) aufgezeichnet oder bin geplante Routen auf dem Smartphone abgefahren. Wichtig war für mich eigentlich primär eine ordentliche Dokumentation meiner „Trainingseinheiten“, besonders der Distanz, Höhenmeter und der dazugehörigen Herzfrequenz. Auch wenn es viele Apps für solch einen Zweck gibt, die perfekte App hatte ich nicht gefunden. Hinzu kommt der hohe Akkuverbauch eines Smartphones während des GPS-Trackings. Ich hatte schon viel von den Garmin Geräten gehört… Viel positives, weshalb ich mich etwas mehr damit beschäftigt habe und entschloss, so eins brauchst du auch. In die engere Auswahl fiel der Edge 510 oder der Edge 810. Größter Unterschied: Der 810er hat eine Kartendarstellung und Navigationsfunktion. Für diese Erweiterung des Funktionsumfangs fand ich den Aufpreis eher als gering, weshalb ich mich für den 810 entschied. Natürlich als „Bundle“, welches auch direkt einen passenden Herzfreqenzgurt beinhaltet. Zusätzlich sollte eigentlich auch der kombinierte Trittfrequenz-/Geschwindigkeitssensor GSC10 enthalten sein. Warum sollte erkläre ich später.  Zusätzlich habe ich mir eine Silikon-Schutzhülle und eine 16GB Speicherkarte für Kartenmaterial, Routen etc. dazubestellt. Hier der Lieferumfang und Einzelansichten einiger Teile:

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Wie zu sehen ist, die Lieferumfang ist recht großzügig, mit zwei normalen Lenker- bzw. Vorbauhalterungen und einer zusätzlichen „Vor-dem-Lenker“-Halterung. Dazu Netzteil mit mehreren Länderadaptern, Kabel, Sensoren und Anleitungen. Nun aber zu den Sensoren. Erwartet hatte ich den Garmin GSC10 Sensor, um die Trittfrequenz und Geschwindigkeit zu ermitteln. Der wurde aber nicht mitgeliefert, sondern die neueren, magnetlosen Sensoren. Diese haben den Vorteil, dass diese auf Rotation reagieren und eben keinen Magneten mehr benötigen. Das Ausrichten von Sensor auf Magnet entfällt somit und ebenso sollte dieses Prinzip auch nicht so störanfällig sein. Der Sensor zur Geschwindigkeitsermittlung wird einfach in seiner Silikonhülle um eine Radnarbe gespannt, während der Sensor zur Trittfrequenzmessung um eine Kurbel gespannt wird. Auch das ist mit den beiliegenden Gummis in drei Größen schnell gemacht.

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Als Halterung für den Garmin selbst habe ich mich erstmal für die Vorbauhalterung entschieden. Diese findet auf dem Vorbau platz, da wo vorher mein Sigma Sport BC12.12 war.

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Nun mal zu dem Gerät selbst. Laut Lieferumfang ist eine „Basiskarte“ installiert. Diese Karte ist eigentlich ein Witz und absolut nutzlos. In meinem Ort (ca. 60.000 Einwohner) gibt es immerhin eine (!!!) ganze Straße.

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Wer dieses Gerät effektiv nutzen möchte braucht also noch zusätzliches Material. Hier gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man investiert weitere 100-150 € und kauft sich die originale Topo-Karte von Deutschland oder man installiert sich eine kostenlose OpenStreetMap-Karte. Die Topo-Karte von Garmin ist hier auf einer micro-SD Karte installiert und lässt sich einmalig mit nur einem Gerät verknüpfen. Selbst der Umstieg auf ein anderes Garmin-Gerät soll nicht so einfach von statten gehen, glaubt man den Berichten in einigen Foren. Die Installation einer OpenStreetMap-Karte ist dazu recht einfach und Anleitungen und fertiges Kartenmaterial gibt es genug im Internet. Hier werde ich die diversen Karten erstmal durchtesten. Hierzu habe ich mir mal folgende Karten auf die Speicherkarte kopiert:

Unterscheiden tun sich diese Karten eigentlich nur in der Darstellung (Optik) und der Aktualität der Kartendaten. Aktuell habe ich die „Openfietsmap Lite“ aktiviert, da mir diese auf den ersten Blick am meisten zusagte und die Kartendaten recht neu sind. Zudem kann man sich diese Karte auch selbst zusammen basteln, falls man z.B. nur eine Region benötigt und nicht ganz Deutschland. Sobald man eine Karte installiert hat sieht die Darstellung schon anders aus. Auf dem Bild ist die Karte von mtbnavi.de zu sehen:

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Sieht doch schon viel besser aus als die Basiskarte. Die OSM Karte mit der Garmin Topo-Karte hat auch schon der GPS Radler in seinem Beitrag „Karten für Garmin im Vergleich“ verglichen.

Natürlich hat der Computer auch „normale“ Funktionen, welche allerdings so umfangreich sind, dass ich hier nicht weiter drauf eingehen werde. Ein Blick auf die Produktseite hilft bestimmt weiter. Was ich allerdings trotzdem kurz erwähnen möchte sind die Onlinefunktionen. Ich kann den Edge per Bluetooth mit meinem Smartphone koppeln und dadurch kann ich automatisch meine Aktivitäten mit der Onlineplattform von Garmin „Garmin Connect“ syncronisieren. Ebenso kann ich mein Connect-Konto mit meinem Strava-, Endomondo-, oder sonstigem Konto verknüpfen, so dass die Aktivitäten dort auch direkt erscheinen. Echt praktisch. Ebenso ist auch ein Live-Tracking möglich, über das Freunde und / oder Familie von zu Hause den Fortschritt und die aktuelle Position einsehen können.

Ich bin gespannt und freue mich schon auf die erste Ausfahrt mit dem Winzling. Vermutlich werde ich in ein paar Wochen einen Testbericht dazu schreiben.

 

 

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