Neuer Sattel: Ergon SMC3

Für mein Cube AMS hatte ich eigentlich den X1 Sattel von Selle Italia eingeplant. Diesen hatte ich früher schonmal und kam ganz gut damit zurecht.

Scheinbar hat sich aber in der Zwischenzeit mein Hintern geändert, oder es liegt an der anderen Sitzposition. Jedenfalls war mir schnell klar, dass ich und dieser Sattel keine Freunde werden. So schaute ich mich dann etwas um und eigentlich schon immer fand ich die Sattel von Ergon interessant. Meine Griffe an beiden Rädern sind ja ebenfalls von Ergon und leisten treue Dienste. Warum also nicht auch mal einen Sattel versuchen?

Ein Probesitzen in der näheren Umgebung war allerdings so gut wie unmöglich, wobei ich davon auch nur bedingt was halte. Ob ein Sattel passt merkt man erst nach den ersten Ausfahrten. Toll finde ich, dass es den Sattel in drei verschiedenen Größen gibt – da sollte für jeden Arsch was dabei sein 😉 Eine Anleitung zum Messen des Sitzknochenabstandes findet man schnell über Google. Laut einiger Forenbeiträge dann noch der Hinweis, im Zweifelsfall lieber die Nummer größer wählen, was bei mir nicht erforderlich war. Mit 11,5cm passte ich perfekt zu Größe M, die von 11 – 13cm angegeben ist.

Ich war mir auch etwas unsicher, ob ich den SME3, welcher als Enduro- und Trailsattel angepriesen wird, oder den SMC3, welcher eher in Richtung Komfort geht, nehmen solle. Da der SMC3 einen größeren Mitteltunnel hat, hab ich mich für diesen entscheiden, denn ich bin in diesem Bereich eher empfindlich. So war die Wahl getroffen.

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Im Vergleich zum Selle X1 sieht man schön die andere Form und auch die Größe. Leider ist der neue Sattel nicht mehr grün, aber Funktion geht über Aussehen. Der Sattel macht einen hochwertigen Eindruck, was man allerdings denke ich auch in der Preisklasse erwarten kann.

Die erste Tour ging direkt nach Dortmund, also musste ich direkt mal 58km fahren. Auch wenn ich mir nicht sicher war, ich versuchte es. Und ich war überrascht. Selbst nach der kompletten Distanz hat mir der Hintern nicht weh getan. Sogar angenehmer als der Sattel auf meinem Hardtail. Klasse, Feuertaufe geglückt.

Die zweite Ausfahrt ging dann nur über rund 30km – aber hier wollte ich es wissen und hatte keine gepolsterte Innenhose unter der MTB-Shorts. Und auch hier das gleiche: Keine Schmerzen. Es kommt so langsam der Gedanke auf, als würde mein Hintern und der Sattel gut harmonieren.

Die dritte Tour war die 78km lange Haldentour. Und wieder keine Schmerzen. Würde ich allerdings sagen, ich hätte nichts gespürt, würde ich lügen. Klar war es spürbar, aber eben nicht schmerzhaft. Ich glaube das könnte generell auch daran liegen, dass ich so lange Strecken nicht gewohnt bin.

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Mittlerweile bin ich nun schon knapp 250km und sechs Touren mit dem Sattel gefahren und sehr glücklich damit. Ich denke nach dieser Zeit kann ich auch schonmal guten Gewissens diesen ersten Bericht abgeben.

Den Sattel gibt es ausser in dieser „normalen“ Version auch noch als Comp und Pro. Diese sind nochmal etwas leichter, einen anderen Unterschied habe ich nicht gefunden.

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