Fitness-Apps: Teil 3 – Strava

So langsam kommt der Winter und es wird früh dunkel. Das sollte mich aber nicht davon abhalten heute die zweite App aus meiner Vorstellungsreihe der Fitness- und Trainingsapp vorzustellen. Diesmal habe ich mir Strava etwas genauer angesehen.

Strava ist ebenfalls wie Runtastic eine App zum Aufzeichnen und Protokollieren von Trainingseinheiten. Erhältlich ist Strava für iOS und Android. Ob hier Windows Phone folgen wird ist nicht bekannt. Das besondere an dieser App sind die „Segmente“, dazu später aber mehr. Was direkt auf den ersten Blick auffällt ist das Design in iOS und Android, dieses ist sehr unterschiedlich. In iOS ist eher alles dunkel gehalten gehalten, während in Android alles heller dargestellt ist. Mir sagt die  hellere Variante der Android App eher zu. Ähnlich wie bei RUntastic steckt ein ganzes soziales Netzwerk dahinter.

Die App an sich ist kostenlos, will man jedoch einige Funktionen mehr haben, so muss man die Premium-Funktion abonnieren. Mir reichte bisher allerdings die kostenlose Variante.

Zum starten bekommt man als erstes einen netten Startscreen zu sehen, während die App im Hintergrund geladen wird:

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Aktivitätsfeed

Nach dem die App initialisiert wurde, wird einem zunächst der Aktivitätsfeed von sich selbst und seinen Freunden angezeigt. Da ich bei Strava keine Freunde habe, begrenzt sich das ganze auf meine Aktivitäten. Mit einem Touch auf die entsprechende Route, wird diese einem im Detail dargestellt:

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Aktivität aufzeichnen

Um eine neue Trainingseinheit zu protokollieren muss man zu dem Menüpunkt „Aktivität aufzeichnen“ wechseln. In einer Übersicht wird einem hier wichtige Daten zur aktuellen Aktivität und auch das GPS-Signal etc. angezeigt. Mit einem wischen nach rechts gibt es ebenfalls eine Karte. Hier ist das große Manko in meinen Augen, dass es keine Offline-Karten gibt. Ebenso stehen einem auch nur die Karten von Google Maps bereit, hier würde ich mir Open Cycle Map wünschen. Aber ich nutze Strava ja ausschließlich zum tracken in der Jackentasche. Hier übrigens auch mal der Vergleich der Android / iOS Versionen.

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Nach dem Training kann man noch einen Titel und eine Beschreibung eingeben und das verwendete Material, welches über die Homepage gepflegt werden kann, auswählen. Ebenso kann man die Trainingseinheit per Facebook seinen Freunden zeigen und die Aktivität an Google Fit weiterreichen.

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Privatsphäre

Im Absatz zuvor schrieb ich schon vom teilen per Facebook, also ein paar kurze Worte zur Privatsphäre. Man hat einige Möglichkeiten zum Einstellen der Privatsphäre und kann genau festlegen wer was sehen darf. So gibt es auch die Möglichkeit eine „Homezone“ zu definieren. Wenn man nun die Aktivitäten auf „Öffentlich“ stellt, können zwar alle die Details sehen, aber keine Strecken rund um das Zuhause. So gibt man zwar allen die kompletten Details bekannt, die Einzelheiten zum Wohnort bleiben allerdings privat. Finde ich gut und würde ich mir auch bei Runtastic wünschen. Natürlich kann man auch alle Aktivitäten schützen und / oder nur für Freunde freigeben.

Segmente

Eine Besonderheit an Strava sind die so genannten Segmente. Das sind Streckenabschnitte, oft Anstiege, die mal ein Benutzer angelegt hat und auf denen es nun eine Wertung gibt. So kann man sich direkt mit anderen vergleichen und es gibt einen besonderen Ansporn noch schneller zu fahren. Irgendwie machen diese Segmente süchtig, weil man sich ständig verbessern möchte.

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Selbst wenn man nicht gegen die anderen ankommt, so macht es mir Spaß, meine eigenen besten Leistungen zu verbessern. Und wenn ich mal ein schönes Teilstück fahre, für das es noch kein Segment gibt, so erstelle ich eins und nach kurzer Zeit habe ich schon die Rangliste für diesen Bereich.

Herausforderungen

Ein weiterer schöner Punkt sind Herausforderungen. Hier gibt es diverse Challenges, wie z.B. „Fahre eine 100km Strecke im März“, etc. In einer Übersicht bekommt man alle aktuellen Challenges mit der Restzeit angezeigt und in der Detailansicht eine aktuelle Top-Teilnehmer Ansicht und man kann weitere Infos abrufen.

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Schafft man eine Challenge, so gibt es einen virtuellen Pokal, eine Auszeichnungen, die man in seiner Trophäensammlung sammeln kann. Eine tolle Idee, auch wenn ich bei so manchen Top-Sportlern meine bedenken habe, ob das denn wirklich real ist. Aber zum Glück gibt es auch genug Herausforderungen, die man nur für sich fährt und nicht gegen andere.

Clubs

Bei Strava ist der Begriff „Club“ dehnbar. So kann ein „Club“ ein richtiger Verein oder eben auch nur eine „Interessengemeinschaft“ oder eine „Online-Community“ sein. Dieses Feature vermisse ich übrigens aktuell noch in der App, denn es ist ausschließlich am PC nutzbar.

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Innerhalb eines Clubs gibt es eine Mitgliederliste, man sieht die Besten- und Längsten Aktivitäten jemals und der aktuellen Woche, wird über neues der anderen Mitglieder informiert und kann sich mit anderen austauschen. Das ganze ist evtl. etwas mit einer Facebook-Gruppe zu vergleichen.

Sonstiges

Die App hat eine Menge an Einstellmöglichkeiten, auf die ich jetzt nicht im Detail eingehen werde. Ebenso wie Runtastic kam Strava sehr gut mit meinem Brustgurt von Sigma zurecht und könnte diese Daten ebenfalls mitzeichnen.

Zusammenfassung

Nach Runtastic ist dies meine Lieblingsapp. Bei Runtastic favorisiere ich die Offline Karten und die OpenCycleMap / OpenStreetMap Kartenlayer, während bei Strava ein dickes Plus bei der Privatsphäre und den Segmenten sammelt.

Für mich also die beste Kombination: Runtastic Mountainbike mit OpenCycleMap am Lenker, Strava für die Segmente und das teilen in der Jackentasche.

Wer mich übrigens als Freund adden möchte, kann das gerne tun. Mein Profil ist hier.

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Andere Teile dieser Serie:

Fitness-Apps: Teil 1 – Die Einführung
Fitness-Apps: Teil 2 – runtastic Mountain Bike Pro
Fitness-Apps: Teil 4 – Endomondo Pro
Special: Vorstellung SyncMyTracks

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